Die zweite Woche mit Wochenende 

Eine weitere Woche ist vorbei. Okay was ist ist denn so alles passiert? Mittlerweile hat sich ein gewisser Tagesrythmus eingespielt. Morgens mit der Lehrerin, bei der ich übernachten darf nach einem kurzen Frühstück zur Schule gehen, dann die Themen vorbereiten, die ich den Lehrern aus der Elektroabteilung nach ihrem Unterricht zeigen und erklären werde und nachdem das getan ist ist es dann auch schon wieder soweit, dass ich mit Ester nach Hause gehe. Zwischen drin gab es Teatime mit etwas Gebäck und Mittagessen. Abends kocht Ester dann für uns alle noch Abendessen und somit ist der Tag dann vorbei.


 Was nicht nur diese Woche der Fall war sondern auch schon vorherige Woche, ist wenn ich durch die Straßen laufe kommt es schonmal vor das drei bis fünf Kinder mit voller Geschwindigkeit angelaufen kommen mit mir als Ziel und mich dann schwungvoll umarmen. Das passiert nicht allzu häufig, da es ja einiges an Mut kostet jemanden Fremdes, die auch noch anders aussieht zu umarmen. Aber was jeden Tag vorkommt, dass ich fast von jedem Kind hier an dem ich vorbeikommen gegrüßt werde und gefragt werde wie es mir geht. Es sind auch schonmal etwas exotischere Aussagen dabei, wie "I love you" aber das ist auch altersabhängig.


Natürlich ist Obst hier ein typischer Snack, vor allem Bananen. Was ich so noch nicht kannte, ist das man hier Zuckerrohr "schält" und dann kleinschneidet um den Saft des Zuckerrohrs dann auszusaugen. Die Fasern jedoch kann man nicht essen. Der Saft ist ziemlich lecker nur den Zuckerrohr selber zu schälen ist eine absolute Qual. Zum Glück kann man ihn aber schon fertig geschält und geschnitten kaufen.


Am Donnerstag lief der Tag etwas anders ab. Ester und ich sind nicht direkt nach Hause gegangen sondern es wurden noch Kissen selber genäht von ein paar Schülern aus dem Nähunterricht. Ein paar Lehrer und ich haben den Schülern geholfen zum Beispiel habe ich den Stoff zurechtgeschnitten und andere haben dann genäht und wieder andere haben die Kissen dann gefüllt. Dann wurden die Kissen aufgeteilt. So hat Ester drei Kissen bekommen. Als wir uns dann auf den Weg nach Hause machen wollten, kam raus, dass der eine Lehrer Geburtstag hatte. So sind wir dann nicht direkt nach Hause gegangen sondern mit einer weiteren Lehrerin und natürlich dem Geburtstagskind zu einer Bar in der Nähe gefahren. Der Abend war sehr lustig und Ester und ich wurden dann mit dem Motorrad nach Hause gefahren. 

Der Freitag verlief soweit ganz normal. Abends war Ester zu einer Feier eingeladen worden von Armerikanern, welche manche Schüler sponsern. Sie sollte ihren Sohn mitbringen und hatte angefragt ob es auch okay wäre wenn ich mitkommen würde. Es war okay, also sind wir per Tuctuc zur Feier gefahren. Dabei bin ich zu dem Schluss gekommen, daß ich Tuctuc fahren nicht besonders mag, denn die Fahrt war nicht sehr angenehm vom Komfort her. Wir sind mehrmals etwas abgehoben im Innenraum, das war jetzt nicht super angenehm.


Wir wurden gut auf der Feier in Empfang genommen. Es sind alle sehr nett gewesen und wirklich jeder hat jeden begrüßt. Auf der Feier waren nur Leute aus einem ausgewählten Kreis. Alle die irgendwas mit den Sponsoren aus Amerika zu tun hatten waren da. Die Location war ein Garten, der wohl extra reserviert worden ist. Viele waren Schulleiter von irgeneiner Schule hier, welche von den Sponsoren unterstützt werden. Im dem Zuge habe ich übrigens auch erfahren, dass Ester nicht nur Lehrerin an der Schule ist wo ich aushelfe, sonder die Schulleiterin. 


Esteres Sohn war jedoch nicht so begeistert, daher ist sie mit ihrem Sohn etwas rumgelaufen weil er viel geweint hat. Doch auf einmal war sie nicht mehr in Sicht. Ich war in dem Moment in ein Gespräch verwickelt. Naja als sie dann nicht mehr auftauchte schaute ich mich nach ihr um und fragte ein paar Leute mit denen ich bereits etwas geredet hatte ob sie Ester gesehen hatten. Die Antwort war nein. Da habe ich mir gedacht hmmm, sehr schön und was jetzt? Eine SIM-Karte habe ich noch nicht, was hieß mit meinem Handy konnte ich nicht wirklich etwas anfangen. Meine starke Vermutung war, dass Ester ihren Sohn nach Hause bringt und dann wieder zurück kommt. Nur hatte sie mir das natürlich nicht direkt gesagt. Jedoch waren bei der Feier alle Leute sehr hilfsbereit und mir wurde mehrfach angeboten, dass ich von mehreren Leuten kurz das Handy zum anrufen nutzen kann. Das habe ich dann auch gemacht. Ester ist dann auch ans Handy gegangen und hat meine Vermutung bestätigt. Sie war gerade dabei ihren Sohn zurück zu bringen und wollte dann wieder kommen. Da die Leute auf der Feier nett waren und sich in der Zeit um mich gekümmert haben, war es nicht schlimm allein auf der Feier zu sein. Es war trotzdem eine Situation, die ich nicht ganz so cool fand. Daher werde ich jetzt schauen, dass ich so schnell wie möglich eine SIM-Karte bekomme und noch weitere Nummern von den Lehrern bekomme. Im Endeffekt war Ester nachher wieder zurück und alles war gut. Es war ein schöner Abend und ich habe gute Unerthaltungen geführt. Ester erzählte mir, dass die Feier eine Art Verabschiedungsfeier für eine der Sponsoren ist, da sie demnächst in Rente geht und wohl sehr viel hier bewirkt hat und geholfen hat. Zurück sind wir mit dem Motorrad gefahren.


Das ist grob zusammengefasst was in der zweiten Woche passiert ist, wobei die letzten Tage etwas aufregender waren.



Das Wochenende 

Der Samstag verlief sehr ruhig, da Ester über die Hälfte des Tages weg war wegen einer Schulung. 


Am Sonntag sind der Experte namens Wilfried, Ester und ich dann in die Stadt gegangen. Sie hat uns etwas herumgeführt und wir haben noch ein paar Besorgungen gemacht. Wir sind erst Abends wieder zurück gewesen. Es war ein sehr schöner Tag.




Daher gibt es nicht ganz so viel vom Wochenende zu berichten, aber es gibt viele neue Bilder.