Die letzte Woche
Am Dienstag waren der Experte und ich bei einem der Lehrer eingeladen zu ihm nach Hause zu kommen. Nachdem also die Schule vorbei war hat uns der Lehrer mitgenommen. Bevor wir jedoch zu ihm nach Hause gefahren sind um seine Familie kennenzulernen, haben wir einen Wasserfall am Mount Meru besichtigt. Wir mussten dafür ein kurzes Stück bergauf wandern und dann war der Wasserfall schon da. Es war wunderschön und sah traumhaft aus. Das einzige was ein bisschen eine Challenge war, war das ich genau an diesem Tag ein paar offene Schuhe trug, die nicht unbedingt ideal zum Wandern bergauf geeignet waren. Übrigens die Schuhe waren von Ester. Aber anscheinend hatte ich mich mittlerweile genug daran gewöhnt mit dieser Art Schuhe herumzulaufen, dass es gar nicht so schwierig war wie ich gedacht hatte. Es gab keine Verletzten und alles ist gut gegangen. Auf dem Weg zum Wasserfall gab es Beeren die man essen konnte die wirklich lecker waren. Der Lehrer meinte es sind Erdbeeren, nur hatten sie vom Geschmack und Aussehen nicht unbedingt viel gemein mit unserer Erdbeere... Daher bin ich nicht so überzeugt von der Bezeichnung der Frucht, die wir dort gegessen haben. Naja sie war trotzdem sehr lecker.
Als wir wieder vom Wasserfall zurück waren, haben wir auch noch einen Zwischenstopp eingelegt um vom Lehrer die Kinder mitzunehmen und dann noch einen um die Eltern des Lehrers kurz zu besuchen. Die Eltern des Lehrers waren sehr nett und wir haben einen regionalen Kaffee mit ihnen getrunken. Nachdem wir dort ein bisschen mit ihnen geredet haben sind wir schlussendlich zu ihm nach Hause gefahren. Dort haben wir dann seine Frau kennengelernt und seinen jüngsten Sohn. Insgesamt hat er vier Söhne. Wir haben mit ihm und seiner Familie dann zu Abend gegessen. Es war ein sehr schöner Abend und das Essen war sehr lecker. Wir haben auch noch ein scharfe Gewürzmischung geschenkt bekommen zum mitnehmen. Nach dem Abendessen wurden wir dann wieder nach Hause gefahren oder zumindest war es so geplant.
Wir brachten den Experten zuerst wieder zur Schule und ich sollte dann noch zu Ester nach Hause gefahren werden. Der Lehrer hat uns mit seiner Frau zusamen nach Hause gefahren. Jedoch bevor ich bei Ester ankam, kam plötzlich die Frage ob ich auch Wein trinken würde und nicht nur Bier.
Ich dachte mir nicht viel dabei und antworte ehrlich ja. Daraufhin wurde ich dann gefragt ob wir zu dritt nicht noch eine Flasche Wein trinken sollen bevor sie mich nach Hause zu Ester bringen. So kam es, dass wir sogar zwei Flaschen Wein zusammen tranken und Ester bei der zweiten noch dazu kam in die Bar. Allem in allem war es ein wundervoller Tag und auch der Abend war sehr lustig und unterhaltsam.
Am Mittwoch war eigentlich soweit ich wusste nichts besonderes geplant und alles sollte wie gewohnt ablaufen. Jetzt könnt ihr euch wahrscheinlich vorstellen, dass es so nicht gelaufen ist. Am frühen Mittag kam plötzlich Ester zu mir und fragte ob ich gerade Zeit hätte, denn sie wollte kurz zu einer anderen Schule um drei Schüler dort einschreiben zu lassen. Sie meinte ich könne mitkommen wenn ich wollte und so fuhr ich mit ihr nach dort. Es dauerte auch nicht lang und wir waren wieder zurück bei unserer Schule, es war interessant eine andere Schule mal zu sehen. Jedoch war das noch nicht alles für den Tag. Denn Ester musste noch zu einer anderen Schule um dort Zertifikate für die Schüler abzuholen. Es fing aber schon damit an, dass diese Schule etwas weiter weg war und die Fahrt etwas länger dauerte. Das war kein Problem, denn die Fahrt war zwar warm aber auch schön. Mir wurde immer wieder erklärt in welchem Stadtteil wir gerade sind und wofür dieser bekannt war. Es ist zu dieser Schule tatsächlich auch der Lehrer mitgekommen, den wir am Dienstag besucht hatten und natürlich der Fahrer der Schule der uns gefahren hat. Damit waren wir zu viert unterwegs. Bei der Schule waren wir eher weniger Erfolgreich, denn Ester war es nicht möglich die Zertifikate abzuholen. Also haben wir uns wieder auf den Rückweg gemacht. Wir haben jedoch noch einen Zwischenstopp gemacht um Mittag zu essen. Wir waren dafür in einer Region, die bekannt für ihr Grillfleisch ist und es war super lecker. Nach dem Mittagessen sind wir dann wieder zurück nach Arusha und bevor wir zurück zur Schule gefahren sind haben wir noch beim Markt angehalten um ein paar Besorgungen zu machen für den nächsten Tag. Am Donnerstag wollten wir nämlich mit zwei Lehrern, dem Experten und dem Fahrer zu einer heißen Quelle in der Nähe des Kilimanjaros. Dafür holten wir also Proviant. Erst als das erledigt war sind wir zur Schule zurückgekehrt und es war dann schon Abend. Der Tag war ereignisreicher als geplant und ess war ein weiterer sehr schöner Tag.
Am Donnerstag morgen bereiteten wir dann noch das Mittagessen für den Tag vor und wurden dann abgeholt. Wir hatten erst eine zweistündige Fahrt vor uns die aber Spaß gemacht hat, da wir Musik dabei hatten und gut gelaunt waren. Kurz bevor wir ankamen haben wir dann noch kurz angehalten um Bilder zu machen vom Kilimanjaro, denn es war bestes Wetter und man konnte ihn gut aus der Ferne sehen. Als wir bei der heißen Quelle ankamen konnte ich es kaum glauben. Es sah aus wie im Paradies, einfach traumhaft und das Wasser war schön warm. Natürlich dauerte es nicht lang bis wir im Wasser waren und es war einfach toll. Wir haben dort dann den ganzen Tag verbracht, haben Mittag gegessen und sind wieder ins Wasser gegangen. Am späten Nachmittag haben wir uns wieder auf den Rückweg begeben. Spontan habe ich dann alle die dabei waren als Dankeschön für all die schönen Tage und ihre Mühen in eine Bar zum Abendessen eingeladen. Damit haben wir dann den letzten Abend zusammen ausklingen lassen und wir alle hatten eine Menge Spaß.
Der Freitag war dann nicht ganz so schön, da es Zeit war Abschied zu nehmen. Am Anfang verlief der Tag noch wie gewohnt, aber beim Mittagessen fingen dann alle an kleine Abschiedsreden zu halten und uns wurden Geschenke übergeben. Das wurde dann emotionaler und wir sollten auch noch etwas zum Abschied sagen. Wir haben ein Zertifikat bekommen und einen traditionellen Stoff des Stammes der Maasai. Nach einer schönen aber auch traurigen Verabschiedung sind wir dann zum Flughafen gebracht worden. Dabei haben uns aber Ester und zwei weitere Lehrer noch begleitet. Auch am Flughafen wurde es dann nochmal tränenreicher. Schlussendlich sind wir am Flughafen gut eingecheckt und auch die beiden Flüge verliefen problemlos. Somit bin ich wieder sicher und gesund zuhause angekommen. Meine Eltern haben mich dann noch am Flughafen in Frankfurt abgeholt und es ging nach Hause. Damit ist meine Reise nach Tansania beendet.